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Überparteiliches Komitee Nein zur Buchpreisbindung
Am Dienstag den 27.01 trafen sich Vertreter der JCVP, JSVP, FDP und der Jungfreisinnigen um ein kantonales Komitee gegen die Wiedereinführung der Buchpreisbindung zu gründen. Denn mit der Wiedereinführung der Buchpreisbindung wären die Konsumenten die Verlierer und die Profiteure wären die ausländischen Grossverlage, welche hier die höhere Kaufkraft gesetzlich geschützt abschöpfen können!

Auch ist die Buchpreisbindung eine Mogelpackung, welche vorgibt höheren Zielen wie der Buch- oder Leseförderung zu dienen, dabei jedoch wirtschaftliche Eigeninteressen verfolgt. Dazu will die Buchpreisbindung ein gesetzlich verankertes Kartell schaffen, indem die Verlage die Preise diktieren und somit die Margen auf ihr Produkt künstlich hoch halten. Die Kulturförderung ist hier höchstens noch das Feigenblatt. Schliesslich kann die Kulturförderung mit der Wiedereinführung der Buchpreisbindung nicht funktionieren, da über 80% der Bücher aus dem Ausland importiert werden und die Verlage auch nicht verpflichtet wären die Mehreinnahmen zur Kulturförderung einzusetzen. Zudem würden die Konsumenten wohl auf ausländische Internetanbieter ausweichen die als Preisbrecher, welche faktisch weder kontrolliert noch belangt werden können, ihre Bücher um ein vielfaches billiger in die Schweiz liefern werden. Damit würden heute erfolgreiche Schweizer Internetanbieter mit der Wiedereinführung der Buchpreisbindung massiv benachteiligt. Auch wird sich die indirekte Förderung der E-Books, welche von der Buchpreisbindung ausgenommen sind, als Bumerang erweisen, welche den traditionellen Buchhändlern in der Schweiz das Leben zusätzlich schwer machen wird.
Deswegen wird sich das Komitee gegen die Wiedereinführung der Buchpreisbindung im Kanton Uri engagieren und empfiehlt den Stimmbürgerinnen und Stimmbürger ein klares Nein am 11. März 2012.


